Energiebilanzstudien hängen von einer klaren Erfassung der auf eine Fläche einfallenden und von ihr abgehenden Strahlung ab. Das LPNET07 misst die Nettobestrahlungsstärke vom nahen Ultraviolett bis zum fernen Infrarot durch Vergleich der Strahlung an seiner oberen und unteren Empfängerfläche und ist damit für die Meteorologie und die Außenüberwachung bei allen Witterungsbedingungen geeignet.
Der Thermoelement-Sensor wandelt die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Empfängern mittels des Seebeck-Effekts in eine Spannung um. Mit einem Messbereich von ±2000 W/m2, einem Spektralbereich von 0,2...100 µm und einem Sichtfeld von 180° an beiden Sensoren erfasst er die direkte und diffuse Sonnenbestrahlungsstärke, die Himmelsstrahlung, die Bodenreflexion und die langwellige Strahlung der Erde.
Für den langfristigen Feldeinsatz konzipiert, verwendet das Radiometer PTFE-beschichtete Empfängerflächen und arbeitet im Bereich von -40...+80 °C. Es benötigt keine Spannungsversorgung, ist werkskalibriert mit Kalibrierzertifikat und kann gemäß ISO 7726 auch im Innenbereich zur Messung der Strahlungstemperatur eingesetzt werden.