Kritische Infrastruktur

Kritische Infrastruktur ist auf einen kontinuierlichen Betrieb trotz wechselnder Umweltbedingungen angewiesen. Die standortspezifische Überwachung von schweren Wetterlagen, ansteigenden Wasserständen, Gewitter- und Blitzaktivität sowie verringerter Sichtweite hilft Betreibern, wesentliche Anlagen zu schützen, Unterbrechungen zu reduzieren und wichtige Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.
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Umweltbewusstsein für wesentliche Dienstleistungen

Von lokalen Bedingungen zur betrieblichen Kontinuität

Verkehrsnetze, Wasserwirtschaftsanlagen, Energieanlagen, Kommunikationsstandorte und Industrieanlagen können von Umweltbedingungen betroffen sein, die sich auf sehr lokaler Ebene entwickeln. Überflutung an einer Unterführung, steigendes Wasser in der Nähe einer Brücke, Seitenwind entlang einer exponierten Strecke, Nebel im Bereich eines Verkehrsknotenpunkts oder ein sich näherndes Gewitter an einer Energieanlage werden durch regionale Beobachtungen allein möglicherweise nicht angemessen erfasst.

Die Überwachung direkt an kritischen Anlagen verschafft Betreibern Echtzeitnachweise der Bedingungen, die jeden Standort betreffen. Die Kombination meteorologischer Messungen mit Wasserstands-, Sichtweiten- und Gewittererfassung schafft ein klareres Bild der betrieblichen Exposition.

Senseca integriert Umweltsensoren, automatische Überwachungsstationen, lokale Datenverarbeitung, konfigurierbare Alarme und Fernkommunikation. Messwerte und Systemstatus können an zentrale Plattformen übertragen oder mit vorhandenen Betriebs- und Sicherheitssystemen verbunden werden.

Diese Informationen unterstützen Infrastrukturbetreiber bei der Anwendung etablierter Wartungs-, Zugangskontroll-, Verkehrsmanagement- und Notfallverfahren. Betriebsentscheidungen und Bewertungen der Standsicherheit bleiben Aufgabe der zuständigen Behörden und Anlagenbetreiber.

Die zentralen Fragen bei der Überwachung kritischer Infrastrukturen

1. Welche Umweltbedingungen wirken sich auf die jeweilige kritische Anlage aus?
2. Beeinträchtigen die Bedingungen die Betriebsgrenzen der Anlagen?
3. Können Betreiber handeln, bevor Gewitter oder andere Gefahren eskalieren?
.
4. Können Messwerte und Alarme in Betriebssysteme integriert werden?

Von zentralen Fragen zu messbaren Antworten

1. Überwachung der Bedingungen, denen die Infrastruktur ausgesetzt ist

Umweltbedingungen können innerhalb eines Infrastrukturnetzes erheblich variieren. Regionale Beobachtungen bilden möglicherweise nicht die Bedingungen ab, die eine einzelne Stromleitung, ein Umspannwerk, eine Brücke, einen Tunnel, einen Straßenabschnitt, eine Wasseranlage oder einen Kommunikationsstandort betreffen.

Die standortspezifische Überwachung kann Wind, Niederschlag, Wasserstand, Lufttemperatur, relative Feuchte und Luftdruck messen. Sichtweiten- und Präsenzwettersensoren erkennen Nebel, Niederschlag und Schwebstoffe in der Luft, die den Verkehr und andere sicherheitskritische Betriebsabläufe beeinträchtigen können.

Eine dedizierte Gewitter- und Blitzüberwachung ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen einer sich entwickelnden Gefahr von oben, der Entfernung erfasster Blitzaktivität sowie elektrisch aufgeladener Bedingungen im Umfeld exponierter Anlagen.

Die Positionierung geeigneter Messungen an kritischen Standorten verschafft Betreibern eine repräsentative Sicht auf die Umweltbedingungen, die jede Anlage betreffen, während sie sich entwickeln.

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2. Umweltbedingungen mit den Betriebsgrenzen der Anlagen in Bezug setzen

Umweltmessungen werden betrieblich wertvoll, wenn sie im Verhältnis zu den Grenzwerten, Schwachstellen und Verfahren jeder Anlage interpretiert werden können.

Datenerfassungssysteme können aktuelle Werte, kumulierte Messwerte, Trends und Grenzwertüberschreitungen auswerten. Wasserstandsmessungen können eine sich entwickelnde Überflutungsgefährdung im Bereich von Gewässern, Durchlässen und Infrastrukturanlagen anzeigen, während Sichtweiten-, Wind- und Blitzbedingungen mit etablierten Betriebskriterien verglichen werden können.

Umweltdaten können zudem Anwendungen unterstützen, bei denen sich die Betriebsgrenzwerte kontinuierlich ändern. Beim Dynamic Line Rating können lokale Messungen von Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Lufttemperatur und Sonneneinstrahlung an ein externes DLR-System geliefert werden, das anhand dieser Werte die verfügbare Strombelastbarkeit einer Freileitung ermittelt.

An denselben Überwachungsstandorten können Gewitter- und Blitzerfassung ergänzende Warninformationen für exponierte Einsatzteams, Inspektionstätigkeiten und Übertragungsanlagen liefern. Warnzustände können an Betriebs- oder Sicherheitssysteme übertragen werden, während Leitungsauslegungsberechnungen und Netzsteuerungsentscheidungen Funktionen der externen DLR-Plattform und des Netzbetreibers bleiben.

Senseca liefert die zuverlässigen Standortmessungen und die Datenübertragung, die für diesen Prozess erforderlich sind; die Berechnung der Leitungsauslegung und die daraus resultierenden Netzsteuerungsentscheidungen bleiben Funktionen der externen DLR-Plattform und des Netzbetreibers.

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3. Betreibern Zeit zum Handeln geben

Schutzmaßnahmen sind am wirksamsten, wenn Betreiber zuverlässige Informationen erhalten, bevor Umweltbedingungen Störungen verursachen oder eine nicht mehr vertretbare Exposition schaffen.

Gewitterwarnsysteme ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen sich entwickelnder elektrischer Aktivität und naher Blitzeinschläge. Konfigurierbare Warnstufen können ein anfängliches Risiko von Bedingungen unterscheiden, die Einschränkungen oder sofortiges Handeln erfordern, während Datenlogger, Relaisausgänge und Fernplattformen diese Informationen an die zuständigen Teams weiterleiten. Lokale Verarbeitung und konfigurierbare Warnstufen können einen sich abzeichnenden Zustand erkennen, ihn von einem kritischen Zustand unterscheiden und den entsprechenden Alarm übertragen, ohne auf eine manuelle Datenprüfung zu warten. Benachrichtigungen, Relaisausgänge und Fernüberwachungsplattformen helfen, diese Informationen an die zuständigen Teams zu übermitteln.

Je nach Infrastruktur können zeitnahe Informationen Inspektionen gefährdeter Standorte, Einschränkungen exponierter Tätigkeiten, Änderungen der Wartungspläne, Verkehrsmanagementmaßnahmen oder die Aktivierung von Unwetterverfahren unterstützen.

Die Verknüpfung jeder Warnstufe mit einer vordefinierten betrieblichen Reaktion hilft Betreibern, konsistent zu handeln, unnötige Störungen zu vermeiden und wesentliche Dienste zu schützen.

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4. Messwerte und Alarme in Betriebssysteme integrieren

Betreiber kritischer Infrastrukturen benötigen Umweltinformationen, die Teil der bereits genutzten Systeme zur Überwachung von Anlagen, Wartung und Betriebsrisiko werden.

Datenlogger und Kommunikationseinheiten können Messwerte, Alarmzustände und Diagnosen der Überwachungsstation an zentrale Plattformen übertragen. Digitale Schnittstellen und Relaisausgänge ermöglichen die Einbindung dieser Informationen in Leit-, Verkehrsmanagement-, Wartungs- und Notfallsysteme.

Bei Anwendungen wie Dynamic Line Rating können Feldmessungen direkt an die externe Plattform geliefert werden, die für die Berechnung und Anwendung des Betriebsgrenzwerts verantwortlich ist. In anderen Anwendungen können verifizierte Alarmzustände Benachrichtigungen auslösen oder Eingaben für etablierte Betriebsabläufe liefern.

Lokale Speicherung und Verarbeitung bewahren Messwerte und Grenzwertauswertungen während vorübergehender Kommunikationsunterbrechungen, während die zentrale Visualisierung den Betreibern eine gemeinsame Sicht auf die Umweltbedingungen und die Verfügbarkeit des Überwachungssystems im gesamten Infrastrukturnetz gibt.

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Schlüsselparameter für die Überwachung kritischer Infrastrukturen

Windgeschwindigkeit & Böen · m/s
Misst anhaltende und Spitzenwindbedingungen, die sich auf exponierte Infrastruktur, die Betriebssicherheit und wetterabhängige Anwendungen auswirken.
Windrichtung · °
Misst anhaltende und Spitzenwindbedingungen, die sich auf exponierte Infrastruktur, die Betriebssicherheit und wetterabhängige Anwendungen auswirken.
Lufttemperatur · °C
Misst die thermischen Bedingungen, die den Betrieb der Infrastruktur beeinflussen, und liefert einen wesentlichen Eingangswert für die Frostbeurteilung und Anlagenüberwachung.
Relative Feuchte · %RH
Zeigt atmosphärische Feuchtebedingungen an, die mit Kondensation, Nebel, Frost und verringerter Sichtweite im Bereich exponierter Infrastruktur einhergehen.
Bestrahlungsstärke · W/m²
Misst die auf eine Oberfläche einfallende Solarenergie und liefert einen Eingangswert zur Beurteilung der solaren Erwärmung in Anwendungen.
Niederschlagsintensität · mm/h
Zeigt, wie stark Regen oder andere Niederschläge auftreten, und unterstützt die Erkennung von Entwässerungs-, Überflutungs- und verkehrsbezogenen Gefahren.
Wasserstand · m
Misst den ansteigenden Wasserstand an Flüssen, Kanälen, Durchlässen, Rückhaltebecken und Infrastruktureinrichtungen, an denen Überflutung den sicheren Betrieb beeinträchtigen kann.
Sichtweite (MOR) · m, km
Quantifiziert die Entfernung, über die Objekte durch die Atmosphäre hindurch sichtbar sind, und unterstützt betriebliche Entscheidungen für Straßen, Tunnel, Häfen und andere Verkehrsinfrastrukturen.
Aktuelles Wetter · Typ, Intensität
Erkennt aktuelle Phänomene wie Regen, Schnee, gefrierenden Niederschlag und Nebel und liefert mehr betrieblichen Kontext als die Niederschlagsmenge allein.
Gewitter & Blitzschlag · Status, km
Meldet den aktuellen Gewitterwarnstatus und die Entfernung erkannter Blitzaktivität und unterstützt gestufte Einschränkungen sowie standortspezifische Sicherheitsverfahren.

Lösungsübersicht & Anwendungsfälle

UMWELTPORTFOLIO
Umweltmonitoring-Lösungen für kritische Infrastrukturen
Entdecken Sie Senseca-Lösungen zur Überwachung der Umweltbedingungen, die sich auf Energie, Verkehr, Wasser, Telekommunikation und andere wesentliche Infrastrukturen auswirken.

Das Portfolio umfasst meteorologische Sensoren, Sichtweiten- und Wettererkennungsinstrumente, Gewittererkennungssysteme, automatische Überwachungsstationen, Datenlogger und Fernkommunikationslösungen.

Von einzelnen kritischen Anlagen bis hin zu verteilten Überwachungsnetzwerken liefern diese Technologien zuverlässige Feldmessungen für die betriebliche Beurteilung, Warnung und Integration in bestehende Systeme zur Infrastrukturverwaltung.
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ANWENDUNGSFALL
Umweltmonitoring für Dynamic Line Rating
Die Strombelastbarkeit einer Freileitung variiert mit den Umweltbedingungen rund um den Leiter. Lokale Messungen liefern die in Echtzeit benötigten Nachweise, um diese Veränderungen zu beurteilen.

Senseca-Systeme messen Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Lufttemperatur und Bestrahlungsstärke an repräsentativen Punkten entlang der Leitung. Zuverlässige Datenerfassung und Fernkommunikation liefern diese Eingangswerte an die externe DLR-Plattform, die für die Berechnung der verfügbaren Kapazität zuständig ist.

Gewitter- und Blitzdetektoren können zusätzlich zum meteorologischen Netzwerk integriert werden, um Warnstatus und Blitznähe für Einsatzteams, Inspektionen und Betriebsverfahren bereitzustellen. Diese Warnmeldungen ergänzen den DLR-Prozess; die Berechnung der Leitungsauslastung und die Entscheidungen zur Netzsteuerung verbleiben in der Verantwortung des Netzbetreibers.
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Die Sicherstellung der Widerstandsfähigkeit von Infrastrukturen rettet Leben, sichert Entwicklungserfolge und verringert den humanitären Bedarf.
Kamal Kishore - Sonderbeauftragter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge und Leiter des UNDRR

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